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Tiere und Pflanzen im Moor: Wer lebt im Moor?

Moore sind extreme Lebensräume – nährstoffarm, sauer und nass. Genau deshalb beherbergen sie Arten, die es sonst nirgends gibt: von himmelblauen Fröschen bis zu fleischfressenden Pflanzen.

Lebensraum schützen

Wer ins Moor blickt, entdeckt eine Welt für sich: hochspezialisierte Tiere und Pflanzen, die sich perfekt an die harten Bedingungen angepasst haben. Doch weil rund 95 % der deutschen Moore zerstört sind, stehen viele dieser Arten vor dem Aus. Ihr Schutz beginnt mit der Wiedervernässung der Moore.

Typische Tiere im Moor

Vom Frosch bis zum „Vogel des Glücks" – diese Arten prägen das Moor.

Der Blaue

Moorfrosch

Färbt sich zur Paarungszeit für wenige Tage spektakulär himmelblau. Streng geschützt und auf nasse Moore angewiesen.

Vogel des Glücks

Kranich

Brütet in ungestörten, nassen Mooren. Sein trompetender Ruf ist kilometerweit zu hören.

Die Himmelsziege

Bekassine

Ein Watvogel, dessen Balzflug wie ein Meckern klingt. Sie stochert mit langem Schnabel im weichen Moorboden nach Nahrung.

Fliegende Juwelen

Libellen & Falter

Hochmoor-Mosaikjungfer, Hochmoorbläuling und Co. – seltene Insekten, die nur in intakten Mooren überleben.

Die Pflanzen des Moores

Die heimlichen Baumeister sind die Torfmoose: Sie speichern das Vielfache ihres Gewichts an Wasser und bilden über Jahrtausende den Torfkörper. Zwischen ihnen wächst der Sonnentau – eine fleischfressende Pflanze, die Insekten mit klebrigen Tröpfchen fängt, um an Nährstoffe zu kommen.

Im Frühsommer verwandelt das weiße Wollgras ganze Flächen in ein wogendes Meer aus Wattebäuschen – das wohl bekannteste Bild des Moores.

Warum diese Arten bedroht sind

70 %
der Moorpflanzen sind vom Aussterben bedroht
95 %
der deutschen Moore sind zerstört – und mit ihnen der Lebensraum
3 %
der weltweiten Landfläche sind Moore – ein winziger, unersetzlicher Raum

Häufige Fragen zu Tieren & Pflanzen im Moor

Welche Tiere leben im Moor?

Typisch sind Moorfrosch, Kranich und Bekassine sowie seltene Libellen wie die Hochmoor-Mosaikjungfer und Schmetterlinge wie der Hochmoorbläuling. Viele Arten sind streng geschützt.

Welche Pflanzen wachsen im Moor?

Charakteristisch sind Torfmoose, der fleischfressende Sonnentau und das weiße Wollgras – alle perfekt an nährstoffarme, saure und nasse Bedingungen angepasst.

Warum färbt sich der Moorfrosch blau?

Nur die Männchen färben sich zur Paarungszeit für wenige Tage himmelblau – vermutlich, um Weibchen zu beeindrucken und Rivalen den besetzten Platz zu signalisieren.

Was ist Sonnentau?

Eine fleischfressende Pflanze. Weil der Moorboden extrem nährstoffarm ist, fängt sie mit klebrigen Tröpfchen kleine Insekten und verdaut sie, um an Stickstoff zu kommen.

Sind Moortiere und -pflanzen geschützt?

Ja, viele stehen unter besonderem Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes – etwa Torfmoose, Sonnentau, alle echten Frösche und die Bekassine.

Gib dem Moor seine Artenvielfalt zurück

Mit jedem wiedervernässten Quadratmeter kehren Moorfrosch, Kranich & Co. zurück. Werde Teil davon.

Moor-Patenschaft übernehmen

Mehr Grundlagen im Überblick: Was ist ein Moor? · Quellen u. a.: BUND Naturschutz, Heinrich-Böll-Stiftung, MoorFutures. Ein Wissens-Angebot von WE WANT MOOR e. V.

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WE WANT MOOR

Verein zum Schutz der deutschen Moore e. V.
Reinbeckstraße 36
12459 Berlin

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