Eine Wanderung durch's Moor

Zusammen mit dem Leiter des Naturparks Niederlausitzer Landrücken Udo List, gingen wir durch den Tannenwald. Er erklärte uns, dass in den 1950er Jahren hier Gräben gebaut wurden, um den Wald zu entwässern. Das naheliegende Tannenbusch Moor verlor so an Wasserrückhalt.

Um den Wasserrückhalt für das Moor zu sichern, müssen Holzschellen gebaut werden. Drei/vier Holzpfähle werden dazu in den Graben geschlagen und Bretter quer davor gelegt, die Höhe der Pfähle bestimmt den Wasserüberlauf. Regnet es viel, kann überschüssiges Wasser überlaufen. Der gewünschte Wasserpegel wird immer aufrecht erhalten.
Eine alte Holzschwelle existiert bereits, muss jedoch erneuert werden, da sie morsch und undicht ist. Für den Anfang wird eine neue Schwelle hinter die alte gebaut, Rippenfarn und Torfmoose bleiben beim Bau unberührt.

Eine kurzfristige Maßnahme, aber dennoch ein wichtiger Beitrag für den Moorschutz. Aktuell werden Genehmigungen für den gesamten Maßnahmenkomplex der Grabenanhebung und des Furteinbaus beim Bundesamt für Naturschutz eingeholt. Hintergrund ist hier, dass die Fläche als Nationales Naturerbe und somit zum Prozessschutz vom Bund an das Land Brandenburg übertragen wurde. Dazu warten wir aktuell noch auf die Zuarbeit der Landesforst als Eigentümer. Schließlich noch die Genehmigung Wasser- und Naturschutzrecht beim Landkreis einholen und danach können wir die zwei Schwellen erneuern.

Projektziele und -maßnahmen

Für die Sicherung des Wasserrückhaltes im nahegelegenen Tannenbusch-Moor, müssen in den Gräben des Tannenbusch-Walds Schwellen gebaut werden. Damit der Graben dem Moor nicht das Wasser entzieht.

  • ca. 1.500 - 2.000€ Kosten pro Schwelle
  • der Naturpark beauftragt regionale Firmen für den Bau
  • zwei Holzschwellen müssen im Grabensystem erneuert werden

 

Moor-Impressionen

Quellenangaben

Fotos: WE WANT MOOR e. V. und Apple Karten
Inhalt: Landesamt für Umwelt Brandenburg, Udo List / WE WANT MOOR e. V., Lena Bahlmann