
We can do Moor! — Das Internationale Moorcamp 2026
Vom 15. bis 23. August 2026 hat sich zum bereits vierten Mal in Folge eine bunte Gruppe junger Menschen aus sechs Ländern in der Calauer Schweiz zusammengefunden, um gemeinsam ein Stück Moor zurück ins Leben zu holen. Eine Woche voller Handarbeit, Begegnung und internationaler Freundschaft. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Was in einer Woche entstand
Die Zahlen sprechen für sich:

Der Schwerpunkt der Arbeiten lag erneut im Kerbtal der Kleinen Hölle am Cabeler Graben. Zusätzlich entstand eine Moorplombe am Kesselbach, wo auch ein bestehender Damm erhöht wurde. Bis zu fünf Stunden täglich arbeiteten die Teilnehmenden im unwegsamen Gelände, zwischen dichter Vegetation, Hanglagen und knöcheltiefem Schlamm.
Handarbeit, die Wirkung zeigt
Damit Material, Werkzeug und die schwer beladenen Schubkarren überhaupt an die Einsatzstellen kamen, wurden vorab temporäre Brücken und Bohlenwege angelegt. Sie schützen den empfindlichen Moorboden und ermöglichten den Transport von Robinienstämmen, Sand und Erde.
Dass die Arbeit stetig Früchte trägt, zeigt sich schon jetzt: Die ersten Flächen sind sichtbar mit Wasser aufgestaut, und mehrere Exemplare des seltenen Königsfarns entwickeln sich prächtig. Ein deutliches Zeichen, dass das Moor beginnt, seine ursprüngliche Funktion wiederzugewinnen.
Gemeinschaft über Grenzen hinweg
So kraftvoll die körperliche Arbeit war, so lebendig war auch das Miteinander. Workshops, gemeinsame Unternehmungen und ein Cultural Evening, bei dem alle Länder ihre Besonderheiten vorstellten, machten die Woche zu einer unvergesslichen Erfahrung. Trotz unterschiedlicher Sprachen fanden die Teilnehmenden schnell zusammen.
Gespräche, gemeinsames Lachen und sogar Tanzen auf den frisch aufgeschütteten Dämmen prägten die Woche ebenso wie das Anpacken im Moor. Aus vielen einzelnen Händen wurde ein Team, das gemeinsam sichtbar etwas bewegt hat.

Wer das Ganze möglich gemacht hat
Ein Moorcamp dieser Größenordnung ist nur möglich, wenn viele mit anpacken. Danke an:
- die Naturfreundejugend Brandenburg und den Verein Kulturnetz e. V. für die Durchführung
- Jörg Kubik für die Koordination vor Ort
- den Naturpark Niederlausitzer Landrücken mit Udo List für die fachliche Begleitung
- das Erasmus-Programm der Europäischen Union für die Förderung
- die lokalen Partner: Sägewerk Kühnel (Bohlen), Tiefbaufirma Lossagk (Sand und Erde), Firma Matter (Radlader), Bauhof der Stadt Calau (Multicar) und die Stadt Calau für den freien Eintritt ins Erlebnisbad zum Abschluss
Unser Beitrag: 5.542,82 € Spendengelder
Als WE WANT MOOR e. V. haben wir das Internationale Moorcamp 2026 mit einer Gesamtsumme von bisher 5.542,82 € unterstützt. Ein Beitrag, der nur möglich ist, weil so viele Menschen und Organisationen mit ihren Spenden hinter uns stehen. Besonders herzlich danken wir:
- den Lions Deutschland mit 1.707,87 € aus dem Move for the Planet 2026
- der Umweltwerkstatt e. V. mit 4.000 €
- allen weiteren Spenderinnen und Spendern, ohne deren Beiträge diese Unterstützung nicht möglich gewesen wäre
Jeder Euro, den wir weiterreichen konnten, ist zurück ins Moor geflossen, in Form von Robinienpfählen, Sand, Werkzeug und guter Versorgung für die Teilnehmenden.

Danke an alle, die Moor wieder möglich machen
Fünf Plomben, 22 Tonnen Sand, 36 Menschen aus sechs Ländern und eine Woche, die viele so schnell nicht vergessen werden. We can do Moor! ist mehr als ein Motto geworden. Es ist ein Beweis dafür, dass gemeinsames Anpacken über alle Grenzen hinweg konkrete Veränderung schafft.
Wir freuen uns schon jetzt auf 2027, wenn das nächste Internationale Moorcamp startet und wir wieder gemeinsam zeigen: Moor geht immer. 🌿
