
Internationales Moorcamp im Kesselbachtal
Vom 31. August bis 8. September 2025 wurde die Calauer Schweiz zum Treffpunkt für Klimaschutz, Teamgeist und internationale Begegnung.
Organisiert von der Naturfreunde Jugend Brandenburg kamen rund 40 Jugendliche aus Kroatien, Serbien, der Türkei, Litauen, Tschechien, Polen und Deutschland zusammen, um zu lernen, sich auszutauschen und vor allem tatkräftig mit anzupacken. Wir waren durch eine Spende und einen Arbeitseinsatz vor Ort beteiligt und konnten so direkt unterstützen.
Das Camp fand im Kesselbachtal statt, einem wertvollen Moorhang in der Calauer Schweiz. In Gesprächsrunden diskutierten die Jugendlichen darüber, warum Moore für den Klimaschutz so bedeutend sind, welche Rolle sie als Kohlenstoffspeicher spielen und wie eine Wiedervernässung funktioniert.
Praktischer Einsatz: Sechs Moorplomben für das „Kesselbachtal“
Ein Höhepunkt unseres Besuchs war der gemeinsame Arbeitseinsatz: Unter Anleitung von Fachleuten sowie gemeinsam mit uns und weiteren Unterstützenden setzten die Jugendlichen sechs Moorplomben. Diese Verschlüsse von Entwässerungsgräben halten Wasser zurück, sodass sich das Moor wiedervernässen und Torfmoose ansiedeln können. So entsteht langfristig neuer Torf, ein wertvoller Beitrag zum Klima- und Naturschutz.
Dank großzügiger Spenden konnten wir 6.949,05 Euro für Material wie Steine, Sand, Schubkarren und Handschuhe bereitstellen. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Spenderinnen und Spendern, ohne eure Unterstützung wäre das Moorcamp in dieser Form nicht möglich gewesen.
Mit vereinten Kräften schaufelten wir, transportierten Material, schichteten und verdichteten den Boden. Trotz der körperlichen Anstrengung herrschte eine durchweg gute Stimmung, sichtbar getragen von der gemeinsamen Motivation, etwas Nachhaltiges zu bewirken.
Ausblick
Das Moorcamp war für uns mehr als nur ein Arbeitseinsatz. Jede gesetzte Plombe sorgt dafür, dass weniger CO₂ entweicht und gleichzeitig neue Lebensräume für seltene Arten entstehen. Die Jugendlichen konnten unmittelbar erleben, dass ihr Einsatz Wirkung hat und Klimaschutz zu einer persönlichen Erfahrung wird.
Unser Fazit: Klimaschutz braucht Hände, Herzen und gemeinsames Handeln. Das Camp im Kesselbachtal hat gezeigt, wie viel in kurzer Zeit bewegt werden kann und dass jede einzelne Aktion Teil eines größeren Ganzen ist. Weitere Camps und Pflegeeinsätze sind bereits in Planung, damit die begonnene Arbeit nachhaltig fortgeführt werden kann.
Zum Schluss möchten wir uns noch einmal herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern bedanken. Dank eurer Unterstützung konnten wir gemeinsam mit jungen Menschen das Kesselbachtal wieder lebendig werden lassen, für den Klimaschutz, für die Artenvielfalt und für kommende Generationen.

