Das letzte Puzzle-Teil am Cabeler Bach

Am Wochenende vom 5. bis 7. Juni 2026 war es so weit: Beim NaturFreunde-Wochenende in der Calauer Schweiz wurde am Cabeler Bach das voraussichtlich letzte Puzzle-Teil eingebracht.

Am Wochenende vom 5. bis 7. Juni 2026 war es so weit: Beim NaturFreunde-Wochenende in der Calauer Schweiz wurde am Cabeler Bach das voraussichtlich letzte Puzzle-Teil eingebracht. Eine Doppelplombe, die gleich zwei Wasserwege schließt und damit den Wasserhaushalt im Moor ein großes Stück stabiler macht. Wir blicken zurück auf einen Tag, der zeigt, was passiert, wenn viele Hände gemeinsam anpacken.

Was am Samstag geschah

Treffen war um 10 Uhr bei Familie Kubik auf dem Hof oder eine Viertelstunde später am Friedhof in Cabel. Mit dabei: festes Schuhwerk, Brote, Wasserflaschen und gute Laune. Vor dem Team lag eine Aufgabe, die durchaus respektabel war: 

  • Rund 30 Pfähle einschlagen 
  • 4 Tonnen Füllboden einbringen 
  • Eine zweigeteilte Plombe setzen, die gleich zwei Wasserwege gleichzeitig schließt 

Geplant war, gegen 17 Uhr fertig zu werden. Geschafft war es schon um 14 Uhr. 

„Wir waren schon um 14 Uhr mit der Doppelplombe fertig. Das gab es noch nie. Viele Hände machen schnell ein Ende. Und Spaß hat es auch noch gemacht." 

Genau dieser Spirit ist es, der die Moorcamps in der Calauer Schweiz so besonders macht.

Warum dieser Tag wichtig war

Der Cabeler Bach entwässert seit Jahrzehnten das Quellmoor „Kleine Hölle". Mit jeder Plombe wird das Wasser ein Stück länger im Moor gehalten, statt es ungenutzt abfließen zu lassen. Die Doppelplombe vom Samstag war so etwas wie das Schlussstück eines mehrjährigen Puzzles: Sie ergänzt die Plomben, die in den vergangenen Jahren bereits gesetzt wurden, und schließt die letzten verbliebenen Lücken im oberen Bachverlauf.

Was das bedeutet: Mehr Wasser im Moor. Mehr Stabilität für seltene Arten. Mehr Klimaschutz, ganz konkret, auf einer halben Hektar Hangmoor mitten in Brandenburg.

Danke an alle vor Ort

Wir als WE WANT MOOR liefern Spendengelder, Material und Öffentlichkeit. Die eigentliche Arbeit aber leisten andere, und genau diesen Menschen möchten wir heute Danke sagen:

  • Jörg Kubik, der die Arbeiten vor Ort organisiert, plant und koordiniert 
  • Udo List und das Team vom Naturpark Niederlausitzer Landrücken 
  • die NaturFreunde Brandenburg, die das Wochenende getragen haben 
  • alle freiwilligen Helferinnen und Helfer, die mit Schaufel, Schubkarre und Schubs am Pfahl dabei waren

Ohne euch wäre der Cabeler Bach noch lange nicht da, wo er heute ist. Ihr habt aus einer Idee viele Plomben gemacht, aus vielen Plomben ein funktionierendes Wasserrückhaltesystem und aus einem trockenen Tag im Wald ein kleines Stück Klimazukunft.

Wie es weitergeht: drei Camps im Sommer und Herbst. Wer Lust bekommen hat, selbst einmal in Gummistiefeln im Moor zu stehen: In der Calauer Schweiz stehen 2026 noch drei Mitmachcamps an:

☀️ 8. – 13. August 2026 — NaturFreunde & Tagesgäste Eine ganze Woche für den Moorschutz, auch Tagesgäste sind willkommen. 

🌍 15. – 23. August 2026 — Internationales Camp 36 Teilnehmende aus Polen, Litauen, Lettland, der Türkei, Italien und Deutschland. 

🍂 9. – 11. Oktober 2026 — Saisonabschluss Letztes Wochenende mit den NaturFreunden, mit gemütlichem Ausklang.

Anmeldung und Infos: info@wewantmoor.de